Freitag, 3. Oktober 2014

Herstellung von reinem Habañero-Pulver

In diesem Jahr ist die Habañero-Ernte üppig ausgefallen. Ich hatte die Pflanze überwintern lassen und so hat sie schon ganz früh viele Früchte angesetzt. Genug, damit es sich lohnt, Chilipulver zu mahlen - sortenreines. Zuerst habe ich die Habbis kleingeschnitten und auf einem Küchenpapier ca. zwei Wochen trocknen lassen. So trocknen sie recht schnell und es besteht keine Gefahr, dass sie schimmeln. Wer es scharf haben will, lässt die Samen drin, ich habe die meisten entfernt, da ich ein schönes, sattrotes Pulver haben möchte.


Meine zur Chilimühle umfunktionierte elektrische Kaffeemühle vom Flohmarkt wurde reaktiviert, während die getrockneten Chilis (links Czech Black und rechts die Habbis) nochmal eine viertel Stunde bei 50° im Backofen bei offener Tür sanft endgetrocknet wurden. (Die Ofenklappe war natürlich nur fürs Foto soweit geöffnet, einen spaltbreit öffnen reicht, die Chilis dürfen allerdings nicht backen!)

Dann die Habañeros in die Mühle und - ganz wichtig - mit kleinen Pausen kurz mahlen, damit das Pulver nicht heiß wird, denn sonst würde es Geschmack und Schärfe einbüßen, da die ätherischen Öle sonst flüchtig würden.


Ein paarmal mahlen und die Mühle dabei gut schütteln...bis der gewünschte Mahlgrad erreicht ist.
Für die Neugierigen: Haltet NICHT eure Nasen direkt über das frische Pulver, es haut euch um!!! Besser ist es, wenn ihr euch VORSICHTIG mit der Hand den scharfen Duft in Richtung Nase wedelt.


So, das reicht wieder für ein Jahr :-).
Dunkel und trocken in einem kleinen Schraubdeckelglas würde es sich sicher länger halten, aber ich kenne zu viele Chilirezepte...

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